Friedlieb Ferdinand Runge (1794 - 1876)
Friedlieb Ferdinand Runge war ein deutscher Chemiker. Er isolierte und analysierte zahlreiche Substanzen, darunter Thymol, Koffein und Chinin. Google ehrt Runge am 8. Februar 2019 mit einem Doodle auf der Startseite.
Friedlieb Ferdinand Runge Biografie
Friedlieb Ferdinand Runge wurde am 8. Februar 1794 (in anderen Quellen erst 1795) in Hamburg-Billwerder geboren. Sein Vater war Pastor. Nach der Elementarschule begann er mit 15/16 Jahren eine Ausbildung zum Apotheker in der Löwen-Apotheke in Lübeck. Nach sechs Jahren - ausgestattet mit dem Grundwissen eines Apothekers der damaligen Zeit - begann er 1816, mit 22 Jahren, ein Studium der Medizin an der Universität zu Berlin. Bald jedoch zeigte sich das besondere Interesse an der Chemie. Er erweiterte daher sein Studium in Richtung Chemie und besuchte zudem die Universitäten in Göttingen und Jena. Dort promovierte Friedlieb Ferdinand Runge 1819 zum Doktor der Medizin. Es folgte 1822 noch der Doktor der Philosophie in Berlin.
Im Jahr 1828 wurde Runge zum Professor für Technologie an der Universität Breslau ernannt.
1832 - mit 38 Jahren - beendete er jedoch frühzeitig seine Universitätslaufbahn. Er zog nach Oranienburg, wo er bis zu seinem Tode lebte. Dort arbeitete und forschte Runge im Chemischen Etablissement Dr. Hempel, später Chemische Produkten-Fabrik Oranienburg, als Industriechemiker.
Chemische Untersuchungen und Entdeckungen
Vor allem Steinkohle-Abfall interessierte Runge. Er unterschte Steinkohlenteer und isolierte, charakterisierte und benannte dabei zahlreiche Substanzen, darunter
- Kyanol (Anilin)
- Pyrrol
- Leukol (Chinolin)
- Carbolsäure (Phenol)
- Rosolsäure (Aurin)
Runge führte unterschiedliche Versuche mit Anilin durch. Mit Chlorkalklösung versetzt nahm dieses eine violette Farbe an. Diese Reaktion wird heute noch als Rungesche Chlorkalkreaktion zum Nachweis von Anilin verwendet. Mit Sauerstoff, Säuren oder Basen versetzt bildete Anilin rote Farbstoffe. Hiermit hatte Runge erstmals Teerfarbstoffe hergestellt, die damals aber noch keine wirtschaftliche Bedeutung hatten.
Andere wichtige Substanzen, die er erstmals beschrieb, sind Thymol und die Alkaloide Hyoscyamin.
Auf Anraten von Johann Wolfgang von Goethe untersuchte Runge Kaffeebohnen. Dabei extrahierte er den Wirkstoff Koffein. Das Doodle, mit dem Google Runge ehrt, nimmt darauf Bezug (siehe unten).
Hier ein lustiger Cartoon dazu:
In Schulen werden im Chemieunterricht „Bilder, die sich selber malen“ hergestellt, die auf seinen Erkenntnissen beruhen. Diese auch „Runge-Bilder“ genannten Musterbilder gelten als Vorläufer der Papierchromatographie.
Google ehrt Friedlieb Ferdinand Runge mit Doodle
Am 8. Februar 2019 - dem 225. Geburtstag, ehrt Google Friedlieb Ferdinand Runge mit einem Doodle auf der Startseite. Es zeigt eine kleine Animation, bei dem Runge als Comicfigur einen Kaffee trinkt und dabei diesen "magischen Moment" erlebt, den viele Kaffeetrinker morgens brauchen, um wach zu werden:
Das folgende Video zeigt das Apgar-Doodle in Bewegung:
Literatur von / über Friedlieb Ferdinand Runge
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Ressourcen / Weiterlesen
- Wikipedia: Friedlieb Ferdinand Runge
- Google: Friedlieb Ferdinand Runge’s 225th Birthday
- Virginia Apgar (Google Doodle)
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