Nierenwerte senken

Nierenwerte einfach erklärt

Wenn ein oder mehrere Nierenwerte stark erhöht sind, sollte man nicht alleine therapieren, sondern stets eine Ärztin oder Arzt zu Rate ziehen. Aber nicht selten sind die Werte nur geringfügig zu hoch, und vom Arzt kommt keine eindeutige Empfehlung. Auch geringfügig erhöhte Werte sollte natürlich gesenkt werden, sonst kann das auf Dauer zu Schäden an der Niere führen. Anders als die Leber besitzt eine Niere kaum die Fähigkeit zur Regeneration. Einmal kaputt - immer kaputt.

Viel trinken!

Um erhöhte Nierenwerte zu senken, empfiehlt es sich zunächst einmal viel zu trinken. Denn je mehr "neutrale Flüssigkeit" im Körper ist, um so mehr kann herausgefiltert und reguliert werden.

Welche Ernährung bei erhöhten Nierenwerten?

Die drei wichtsigsten Nierenwerte sind Abbauprodukte. Die richtige Ernährung hängt daher vom Einzelfall ab.

Kreatinin senken

Kreatinin (Blutwert)

Bei einem erhöhten Kreatinin-Wert kann man - aus ernährungstechnischer Sicht - nicht viel machen. Hier muss eine Ärztin oder ein Arzt entscheiden, ob Medikamente erforderlich sind - je nachdem, was die Ursache ist. Wenn es nur zu viel Muskel-Aktivität ist, sollte man sich einfach mal ein wenig schonen.

Harnstoff senken

Harnstoff (Blutwert)

Wenn der Harnstoff-Wert zu hoch ist, deutet das darauf hin, dass der Körper viele Zellen abbaut. Das kann z.B. während einer Tumortherapie auftreten. Meist liegt es jedoch an zu vielen Proteinen in der Nahrung. Es empfiehlt sich daher, auf folgende Produkte zu verzichten:

Gut ist dagegen:

Harnsäure senken

Harnsäure (Blutwert HS)

Wenn der Harnsäure-Wert zu hoch ist (Gefahr von Gelenkschmerzen oder Gicht), ist es ratsam, die Purin-Zufuhr zu minimieren. Lebensmittel mit viel Purin sind all solche, die viele tierische Zellen enthalten. Auf folgendes sollte man verzichten:

Zudem ist es sinnvoll, eher wenige Mahlzeiten pro Tag einzunehmen. Dadurch hat die Niere mehr Zeit, das Purin abzubauen.

Stattdessen sind folgende Lebensmittel zu empfehlen:

Ernährung bei erhöhten Nierenwerten

Zusammenfassend kann man sagen: bei erhöhten Nierenwerte sollte man auf Folgendes verzichten:

Stattdessen:

Siehe auch: Cholesterin senken - welche Lebensmittel?

Warum sind die Nierenwerte wichtig?

Als Nierenwerte (auch: Nierenretentionsparameter) bezeichnet man eine Reihe von Blutwerten, die Aufschluss geben, ob die Nieren einwandfrei funktionieren. Sie sind quasi die Waschmaschinen des Körpers - ihr feines Filtersystem reguliert den Flüssgkeitshaushalt und entsorgt überflüssige Substanzen.

Da die Nieren ununterbrochen von Blut durchströmt werden (rund 1800 Liter pro Tag), führen Nieren-Fehlfunktionen fast immer zu entsprechend veränderten Blutwerten. Entnommenes Blut und/oder eine Urinprobe wird dabei von einem Fachlabor untersucht und als Ergebnis bekommt man einen Laborbefund mit den Nierenwerten - meist kombiniert mit weiteren relevanten Blutwerten.

Niere im Menschen
Niere: Waschmaschinen des menschlichen Organismus

Nierenwerte Übersicht (Tabelle)

Die folgende Tabelle zeigt die normalen Nierenwerte für Erwachsene (*Hinweis: die Werte bei Kindern/Jugendlichen, Schwangeren und älteren Menschen können abweichen). Die Einheit "mg/dl" steht für "Milligramm pro Deziliter (Blut); "ml/min" steht für "Milliliter pro Minute":

Abk. Beschreibung Normwerte
Männer
Normwerte
Frauen
Siehe auch
KREA Kreatinin (im Blutserum) 0,8 bis 1,3 mg/dl 0,7 bis 1,1 mg/dl zu hoch
zu niedrig
  Kreatinin (24h-Sammelurin) 40 bis 260 mg/dl 30 bis 220 mg/dl  
  Kreatinin-Clearance 100 bis 130 ml/min. 80 bis 120 ml/min. zu hoch
zu niedrig
  Harnstoff 17 bis 43 mg/dl 15 bis 40 mg/dl zu hoch
zu niedrig
HS Harnsäure bis 7,0 mg/dl bis 6,0 mg/dl zu hoch
zu niedrig
CysC Cystatin C 0,53 bis 0,95 mg/l 0,53 bis 0,95 mg/l zu hoch
zu niedrig

Bitte beachten Sie, dass die Normalwerte in Ihrem Laborbefund abweichend sein können. Entscheidend ist immer der Referenzwert des Labors.

Unregelmäßige Nierenwerte - auf dem Nierenbefund meist hervorgehoben - können darauf hindeuten, dass ein Fehlfunktion der Niere vorliegt. Allerdings lässt sich an einem einzelnen Wert meist keine konkrete Ursache ablesen - erst durch den Vergleich ergibt sich ein "Nierenbild".

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